Trevor Noah – Farbenblind

„Ich bereue nichts, was ich je in meinem Leben getan habe, keine einzige Entscheidung. Doch ich bereue all die Dinge, die ich nicht getan habe, die Entscheidungen, die ich nicht getroffen habe, die Dinge, die ich nicht gesagt habe.“

Was sagt der Klappentext?

Farbenblind – Trevor Noah wurde schon als Verbrechen geboren. Er kam 1984 im südafrikanischen Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt – ein Gesetzesbruch unter dem Apartheidregime. In Farbenblind erzählt Trevor Noah ebenso feinsinnig wie komisch in achtzehn Geschichten von seinem Aufwachsen in Südafrika, das den ganzen Aberwitz der Apartheid bündelt.

Farbenblind – das Buch aus meiner Sicht

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein Fest. Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in den trockenen Humor von Trevor Noah verliebt. Er beschreibt die Situation in Südafrika mit einer Einfachheit, die trotzdem deutlich macht wie absurd das Ganze eigentlich war und ja teilweise auch immer noch ist.

Weiterlesen

Jodi Picoult – Die Spuren meiner Mutter

„Wenn dich keiner hört, sprichst du überhaupt?“

Beginnen wir mit dem Klappentext…

Die Spuren meiner Mutter – Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, die Elefantenforscherin Alice Metcalf. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity, die einst als Medium spektakuläre Vermisstenfälle gelöst hat, und den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil, der mit dem Fall ihrer verschwundenen Mutter betraut war. Das kuriose Trio macht sich mit unkonventionellen Mitteln auf eine spannende und bewegende Spurensuche mit erstaunlichen Erkenntnissen über Menschen und Elefanten…

Der Inhalt aus meiner Sicht

In Die Spuren meiner Mutter geht es darum, dass Jenna ihre Mutter sucht, die vor zehn Jahren nach einem Unfall spurlos verschwand. Für ihre Suche bittet sie Serenity – ein Medium – und Virgil – ein ehemaliger Cop, der in dem Fall ermittelt hat und nun Privatdetektiv – um Hilfe.

Weiterlesen

Jodi Picoult – Kleine große Schritte

„Soll ich ehrlich sein? Der Grund, weshalb wir nicht über Rasse sprechen, ist der, dass wir keine gemeinsame Sprache sprechen.“

wie sieht der Klappentext aus?

Kleine große Schritte – Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist…

Worum geht’s? – kurz und knapp

Kleine große Schritte ist eine Geschichte von Jodi Picoult in der es um den alltäglichen Rassismus in unserer modernen Welt geht. Wie die Autorin auch schon in ihrer Anmerkung sagt, ein echt harter Brocken, wenn man selber in dem Sinne nicht unter Rassismus leidet, wie in diesem Beispiel Dunkelhäutige es tun. Ich denke, dass es Einem fast unmöglich ist, sich in eine solche Situation hinein zu versetzen, wenn man nicht selber drin steckt oder es noch nie erlebt hat. Dennoch hat Jodi Picoult hier einen echt tollen Roman verfasst, der definitiv Augen öffnet.

Weiterlesen

Hanns-Josef Ortheil – Der Stift und das Papier

Wie sieht der Klappentext aus?

Der Stift und das Papier: Seit dem achten Lebensjahr erhielt Hanns-Josef Ortheil von seinen Eltern Schreib- und Sprachunterricht. Sie hatten Angst, dass er Sprechen und Schreiben – nach Jahren des Stummseins – nicht mehr richtig lernen würde. Die „Schreibschule“ der Eltern folgte keinen Lehrbüchern oder sonstigen Vorlagen. Sie entstand Tag für Tag spontan aus dem Bild- und Sprachmaterial, das die nahen Umgebungen anboten. Mit den Jahren übernahm der Junge selbst die Regie, schon bald erschienen seine ersten Kindertexte in Zeitungen und Zeitschriften. Ein sehr ungewöhnlicher Autor war geboren:“Das Kind, das schreibt.“

In der Stift und das Papier erzählt Hanns-Josef Ortheil den Roman dieser Passion. Dazu taucht er tief in das große Archiv der frühesten Texte ein, das sein Vater von den ersten Schreibversuchen an aufbaute und das heute das wohl umfangreichste Manuskript-Archiv eines derzeit lebenden Autors darstellt.

Weiterlesen

Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod

„Der Tod ist keine Strategie, er ist Wahnsinn.“

Was meint der Klappentext?

„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“: Olivier Roy, einer der weltweit führenden Islamismus-Experten, identifiziert den Nihilismus junger Menschen ohne Halt im Leben als wesentliches Motiv für den Zulauf zum IS. Er sieht ihn als Ausdruck eines besonders heftig ausgetragenen Generationenkonflikts.

In seinem neuen Buch zeigt Roy, dass die Radikalisierung der jungen Männer individuell und psychologisch begründet ist, und widerspricht damit all jenen, die den Terrorismus als eine Folge religiösen Wahns oder sozialer Missstände begreifen.

Was sage ich?

Da mich das Thema Islam, Terrorismus etc. allgemein sehr interessiert habe ich natürlich nicht lange gezögert, das Buch zu bestellen. Ich kenne mich zwar noch nicht sehr gut mit dem Thema aus, versuche mich aber immer mehr damit zu beschäftigen und da war dieses Buch natürlich perfekt.

Weiterlesen

Hanns-Josef Ortheil – Was ich liebe und was nicht

„Es ist nicht leicht, mit Musik in den Morgen zu finden. Manchmal lasse ich die Fenster im Wohnhaus auch einfach auf und überlasse alles weitere den Vögeln und ihren Stimmen.“

Der Klappentext

Was ich liebe und was nicht“ ist ein Buch über die literarische Lebenskunst Hanns-Josef Ortheils: über seine Vorlieben beim Wohnen und Reisen, Essen und Trinken, beim Hören von Musik und dem Anschauen von Filmen. Und es ist zugleich weit mehr: ein Buch über die Kunst, ein Leben zu führen.

Und wie sieht das Ganze aus?

Einfach wunderbar! Was ich liebe und was nicht ist in verschiedene Teile gegliedert, immer zu verschiedenen Themen, was Herrn Ortheil eben so alles beschäftigt. Beginnen tut der ganze Spaß mit einem Entrée. In diesem erklärt der Autor, wie er auf die Idee kam, ein solches Buch zu schreiben, wie er es gegliedert und was er sich dabei gedacht hat. Das fand ich persönlich eine sehr schöne Idee, da man so bereits einen kleinen Überblick bekam, worum es genau geht, wie das Buch gegliedert ist und was einen erwartet.
Ich persönlich fand das Thema allgemein super interessant, einfach mal hinter die Kulissen zu schauen und in den Kopf eines Autors zu schauen, seine Welt zu entdecken. Das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht.

Weiterlesen

Michail Schischkin – Die Eroberung von Ismail

Was sagt der Klappentext?

Die Eroberung von Ismail – Ein Roman wie ein Fresko, herausgetreten aus dem Dunkel der Geschichte. Eine Sinfonie aus menschlichen Leidenschaften, Schönheit und Schrecken, Tod und Auferstehung – erlebt und erlitten unter der unentrinnbaren russischen Pelzmütze mit Ohrenklappen.
Ein Sprachkunstwerk voll fein verwobener Zitate und brillanter Stilisierungen, ein großer Wurf, der aufs Ganze geht.

Die Eroberung von Ismail – Fangen wir mit meiner Meinung an…

Ich kann den Lobpreisungen auf dem Buchcover nur recht geben, der Schreibstil von Michail Schischkin ist großartig. Er erzählt in Die Eroberung von Ismail in einer wunderbaren metaphorischen Weise, die auch mich begeistert hat. Im Allgemeinen war ich auch von dem Buch insgesamt sehr überzeugt, allerdings fiel es mir zu Anfang unheimlich schwer zu verstehen. Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass der Autor voraussetzt, dass ich weiß, worum es geht und wer eigentlich wer ist. Dadurch fiel es mir nicht ganz leicht, den Handlungen zu folgen, denn immer, wenn ich dachte „Okay, jetzt hast du es!“ fing alles wieder von vorne an und hat mich aus der Bahn geworfen. Erst gegen Ende des Buches wurde mir alles klar und ich hatte meine kleine persönliche Erleuchtung. Als dann schließlich alles Sinn gemacht hat, habe ich meine Meinung über Die Eroberung von Ismail nochmal spontan geändert und fand es doch ganz gut.

Weiterlesen

Holly Ivins – Jane Austen

„So gnadenlos Austen in ihren Werken die popülären Formen der Zeit persifliert und der Lächerlichkeit preisgibt, so respektvoll geht sie mit der Literatur um, die sie liebt und achtet.“

Jane Austen – Worum geht’s denn hier?

Jane Austen; eine Entdeckungsreise durch ihre Welt: Austen-Kennerin Holly Ivins blickt hinter die Kulissen von Stolz und Vorurteil, Emma & und Co.: Mit Freude am Detail schildert sie, wie man sich als Dame schicklich kleidete udn wie ein Gentleman seiner Angebeteten formvollenet den Hof machte. Sie erzählt davon, was Mann durfte, Frau aber nicht (zum Beispiel Romane schreiben), und wie Austen es trotzdem schaffte, ihre Bücher an die Leserin zu bringen. Lassen Sie sich entführen in den Alltag der Regency-Zeit – treten Sie ein in die Welt von Jane Austen!

Weiterlesen

Jan-Philipp Sendker – Das Geheimnis des alten Mönches

„Wenn man aufmerksam lauscht, heißt es, kann man inmitten der anbrandenden Wellen noch heute überirdische Klänge vernehmen, die von den seidenen Harfensaiten des Musikers ausgehen.“

Wie sieht denn hier der Klappentext aus?

Das Geheimnis des alten Mönches – „Bei meinen Reisen durch Burma habe ich gelernt, wie viel uns Märchen und Fabeln über die Seele eines Volkes erzählen. Die jahrhundertealten Geschichten in diesem Buch handeln von universellen Themen: Gier und Bescheidenheit, Großmut und Rache, Liebe und Verlust.“ – Jan-Philipp Sendker

Warum ich mich für dieses Buch entschieden habe

Als ich Das Geheimnis des alten Mönches das erste Mal sah, war mein erste Gedanke, was es für ein schönes Cover hat. Als ich dann den Titel sah, dachte ich „Hm, ja ok, hört sich nicht so spaßig an“. Der Untertitel hat dann aber das Rennen gewonnen, denn dort wird verraten, dass es sich um Märchen und Fabeln aus Burma handelt. Da war mein Interesse dann doch geweckt. Denn vor einiger Zeit habe ich ein eindeutiges Faible für Märchen entwickelt. Gepaart mit meiner Liebe zum Reisen und die Welt zu entdecken, schien dieses Buch natürlich wie gemacht für mich. Naja, da ich ein totaler Coverkäufer bin, hätte das wahrscheinlich auch schon gereicht…

Weiterlesen

Welt-Alzheimer-Tag

Alzheimer – Was ist das eigentlich für eine Krankheit?

Ich glaube jeder weiß, dass Alzheimer eine Krankheit des Vergessens ist. Das Gehirn baut sich im Alter nach und nach ab. Erste Anzeichen , die die Betreffenden zeigen, sind dann zum Beispiel Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und Sprachstörungen. In Deutschland sind laut der Alzheimer Forschung Initiative e.V. ca 20% der Deutschen über 65 Jahre alt. Das sind mehr als 16,5 Millionen Menschen. Sie schätzen, dass ungefähr 1,2 Millionen Menschen in Deutschland unter Alzheimer leiden.

Warum ich eigentlich einen Blogpost darüber schreibe…

Der Grund dafür ist ziemlich einfach. Ich hab in meinem FSJ viel mit Demenzkranken zusammengearbeitet und auch meine Oma war lange daran erkrankt. Die Arbeit mit den erkrankten Menschen hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, war aber auch teilweise sehr erschreckend. Ich fand es immer sehr schwierig mich in die Leute hineinzuversetzen. Oft stellte ich mir die Frage, was wohl in ihren Köpfen vorgeht. Weil mich diese Frage solange beschäftigt hat und ich das Thema allgemein einfach unheimlich wichtig finde, habe ich nun zwei Bücher zu dem Thema rausgesucht, die ich euch unheimlich gerne in diesem Post vorstellen möchte.
Leider ist eines der Beiden nur auf Englisch, aber ich finde es trotzdem unheimlich gut und lesenswert.

Weiterlesen