Das war mein Lesemonat – Juli 2017

wie sah mein lesemonat juli 2017 aus?

Lesemonat Juli 2017 – ein kleines Statement meinerseits

Ich bin absolut zufrieden mit diesem Lesemonat. Es war kein Buch dabei, wo ich dachte „Oh Gott, was lese ich da?!“ und ich denke, das ist doch schonmal ein guter Anfang! Auch mit der Menge an gelesenen Büchern bin ich voll und ganz zufrieden – ich hatte ja auch eine Menge Zeit. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass eventuell das Ein oder Andere Buch auch für euch dabei ist!

Laura schroff, alex tresniowski – immer montags beste freunde

Klappentext: Wie jeden Montag läuft Laura durch die Straßenschluchten von New York zur Arbeit. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen, und sie unterhalten sich. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche, immer montags. Im Laufe der Jahre Verändert der kleine Junge ihr Leben – und sie seines.
Warum gelesen? Dieses Buch gehört zum Lesemonat, weil mich schon der Klappentext begeistert hat. Ich steh einfach auf Geschichten über Freundschaft. Wenn es dann noch Geschichten über ungewöhnliche Freundschaften sind wie diese, bin ich völlig hin und weg.
Und, wie war’s? Kurz und knapp in einem Wort: Toll! Nun aber etwas genauer. Während des Lesens merkt man immer wieder, wieviel Liebe in dieser Geschichte steckt. Nicht nur in dem Buch selber, sondern auch in der Freundschaft zwischen Laura und Maurice. Man hat das Gefühl, dass man die Geschichte live miterlebt. Ich für meinen Teil bin froh, dass es im Lesemonat Juli mit dabei ist, denn es ist ein wunderbares  Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann, auch wenn es eigentlich nicht das bevorzugte Genre ist!

Mitch Albom – dienstags bei morrie

Klappentext: Als er erfährt, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz schwer erkrankt ist und bald sterben wird, beginnt der Journalist Mitch Albom seinen Lehrer jede Woche zu besuchen. Und er, der meinte dem Sterbenden Kraft und Trost spenden zu müssen, lernt stattdessen dienstags bei Morrie das Leben neu zu betrachten und zu verstehen.
Warum gelesen? Tja, im Grunde habe ich hier nichts anderes zu sagen, als beim Buch vorher. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und da musste ich doch direkt mal meine Nase reinstecken und es in den Lesemonat Juli eingliedern.
Und, wie war’s? Gleich zwei Bücher über Freundschaft hintereinander? Ja. Ist das nicht ein etwas eintöniger Lesemonat? Nein. Und warum nicht? Weil es zwei komplett unterschiedliche Freundschaften sind. Ja echt. Morrie und Mitch sind schließlich zwei erwachsene Männer aus mehr oder weniger der gleichen sozialen Schicht. Das macht das Buch aber ganz und gar nicht weniger schlecht, keine Panik. Auch bei diesem Exemplar bin ich froh, dass es zum Lesemonat Juli gehört. Morrie hat sehr viele wunderbare „Lifelessons“ auf Lager, die er der Leserschaft mithilfe von Mitch und diesem Buch mit auf den Weg gibt. Zudem sind die Beiden einfach unfassbar sympathische Charaktere und das Buch wunderbar gefühlvoll geschrieben. Ich bin begeistert!

robert seethaler – ein ganzes leben

Klappentext: Ein Dorf in den Alpen, ein Alltag voller Entbehrungen, das Staunen über die Momente des Glücks – die Geschichte eines Lebens.
Warum gelesen? Ja, der Klappentext war ja kurz und knackig. Trotzdem hat er irgendwie mein Interesse geweckt. Und da ich auf Bücher über das Leben genauso stehe wie auf Bücher über Freundschaft wurde es kurz und schmerzlos dem Lesemonat Juli hinzugefügt.
Und, wie war’s?  Rundum ein tolles Buch! Der knackige Klappentext hat nicht zuviel versprochen. Ich bereue nicht, dass es sich in diesem Lesemonat eingeschlichen hat. Der Protagonist Andreas Egger ist einem auf Anhieb sympathisch und man fängt beinahe direkt an, sich mit ihm und seinen Gefühlen zu identifizieren. Ich kann es euch sehr empfehlen!

Karl Ove Knausgard – Spielen

Klappentext: So selbstvergesse, so selbstverloren gelingt es nur in der Kindheit – das Spielen. Karl Ove Knausgard beleuchtet eine Zeit, in der Leben gleichbedeutend ist mit Entdecken, Fürchten, Wundern. Er erzählt vom Erwachsenwerden eines Kindes, das in seinen Nöten und Höhenflügen exemplarisch ist.
Warum gelesen? Die Frage ist eigentlich sehr einfach zu beantworten. Weil ich gerade die ganze Reihe durch ackere und dies der dritte Teil ebendieser Reihe ist. Da musste es wohl unweigerlich zu diesem Lesemonat gehören.
Und, wie war’s? Über diese Reihe würde ich euch gerne in einem eigenen Artikel berichten, sobald ich alle sechs Bände durch ahabe. 🙂

frederik backman – britt-marie war hier

Klappentext: Wie die ordnungsliebende Britt-Marie ausgerechnet in Borg landet, diesem abgehängten Kaff, und wie sie dort aufräumt, bis für alle die Hoffnung zurückkehr – das erzählt dieser unglaublich berührende und witzige Roman übers Neustarten und Mitspielen.
Warum gelesen? Weil ich Frederik Backman einfach toll finde! Und da Britt-Marie in seinem vorherigen Buch „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid“ auch schon eine Rolle gespielt hat, musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht, wodurch natürlich besiegelt war, dass am Lesemonat Juli teilnimmt.
Und, wie war’s? Ich kann es jedem ans Herz legen! Genau wie die anderen Bücher dieses Autors ist diese Geschichte einfach wunderbar. Mit viel Humor und Liebe ist diese Geschichte erzählt und ich bin unglaublich froh, dass sie in diesem Lesemonat dabei war!

Sari Nusseibeh – Es war einmal ein Land

Klappentext: Mit seinem autobiografischen Roman „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ entführte und Amos Oz in das Jerusalem der 40er Jahre. Jetzt antwortet Sari Nusseibeh mit der Chronik eines Lebens in Palästina: Es war einmal ein Land. Der palästinensische Hochschullehrer und PLO-Diplomat, der im arabischen Teil Jerusalems aufwuchs, keine fünfzig Meter entfernt von Amos Oz, ist ein Pendler zwischen den verfeindeten Seiten. In seiner Autobiographie erzählt er seine Geschichte und die seines Volkes – und entwirft die Vision eines Landes, in dem Muslime, Juden und Christen harmonisch zusammenleben.
Warum gelesen? Genauso wie ich ein Faible für Bücher über Freundschaft und das Leben habe, habe ich auch eins für Bücher über Nahost-konflikte und den Islam an sich. Ich finde die Religion und das Denken der Menschen einfach unheimlich spannend. Und vor allem berühren mich die Geschichten über Israel und Palästina, weswegen dieses Buch in diesem Lesemonat auch nicht fehlen durfte.
Und, wie war’s? Ich muss sagen, dass dies nicht das Beste Buch war, was ich zu diesem Thema gelesen habe. Dennoch war es auch nicht schlecht. Es war mal aus einer komplett anderen Sicht geschrieben, denn die Bücher, die ich zuvor über das Thema gelesen habe, handelten von Figuren, die sich von unten nach oben gekämpft haben und erzählen meist von dem Leben als Flüchtlinge. Hier geht es aber mehr um die Fakten und um das politische Engagement von Sari Nusseibeh. Es war nicht weniger spannend als die anderen Geschichten, allerdings steh ich einfach mehr auf Herzensbrecher-geschichten, wenn man das so sagen kann…

Karl Ove Knausgard – Leben

Klappentext: Es ist eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Das Abitur hat er in der Tasche, die Eltern haben sich getrennt, die Begegnungen mit dem Vater sind spannungsgeladen, die ersten Schritte hinein in ein selbstbestimmtes Leben begleitet von Alkoholräuschen, die der junge Karl Ove in seiner Not immer öfter sucht, weil er diese mit einem Gefühl von Freiheit verbindet – verheißen sie ihm doch Befreiung von all den Komplexen, Unsicherheiten und Nöten, die ihn plagen und noch lange Jahre plagen werden. Lebenslust sieht anders aus. Unschlüssig, was er mit seinem Leben beginnen soll, beschließt Knausgard ein Jahr als Aushilfslehrer an eine Dorfschule nach Nord-Norwegen zu gehen.
Warum gelesen? Der gleiche Grund, wie bei dem Buch „Spielen“, nur das es sich hier um den vierten Teil handelt. Wenn man sich etwas vorgenommen hat, muss man es ja auch zuende bringen.
Und, wie war’s? Auch bei diesem Buch würde ich darauf verweisen, dass ich einen Artikel zu der ganzen Reihe schreiben werde, sobald ich damit durch bin 🙂

Hanns-Josef Ortheil – Die Erfindung des Lebens

 

Klappentext: „Die Erfindung des Lebens“ ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges Kind seiner Eltern, die im zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen…
Warum gelesen? Wie bereits erwähnt habe ich ein absolutes Faible für Bücher über das Leben. Da hört sich der Titel „Die Erfindung des Lebens“ doch nahezu perfekt an, weswegen es dann auch direkt im Lesemonat Juli eingegliedert und verschlungen wurde.
Und, wie war’s? Ein wunderbares Buch und eine absolute Herzensempfehlung von mir! Die Geschichte hat mich sofort gepackt und nicht wieder losgelassen. Man fühlt bei dem Schicksal des jungen Johannes einfach sofort mit. Es war definitiv eine super Entscheidung, sich dieses Buch in diesem Lesemonat vorzunehmen.

Orhan Pamuk – Diese Fremdheit in mir

Klappentext: In seinem neuen Roman erzählt Orhan Pamuk vom schillernden Leben des Verkäufers Mevlut, der Abend für Abend durch die Straßen von Istanbul zieht, in einer Zeit, in der sich die Stadt in eine moderne Metropole verwandelt. Auf der Hochzeit seines Cousins verliebt er sich in die jüngere Schwester der Braut, doch Jahre später wird man ihm die ältere Schwester schicken…
Warum gelesen? Auch hier hat mich der Titel einfach direkt angesprochen und quasi gerufen „Nimm mich in diesen Lesemonat!“, zumal ich mich zu dem Zeitpunkt selber so ähnlich gefühlt habe, hielt ich es für eine super Lektüre, der ich mich gerne mal hingeben wollte. Dazu kommt natürlich auch mein absolutes Faible für den Orient.
Und, wie war’s? Aus irgendeinem Grund habe ich zwar recht lange gebraucht, um das Buch durchzulesen, aber das lag definitiv nicht daran, dass es nicht gut war! Ich habe von Anfang an mit Mevlut mitgefiebert und mitgefühlt. Sein Schicksal geht unter die Haut und ich kann dieses Buch wirklich jedem Bedenkenlos ans Herz legen!

Shani Boianjiu – Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

Klappentext: Lea, Avishag und Yael sind Freundinnnen, die wie alle Mädchen in Israel gleich nach der Schule für zwei Jahre zum Militär müssen. Dort dreht sich alles um Jungen, Waffen, Tod und Sex. In ihrem Debütroman erzählt die 25-jährige Shani Boianjiu vom Erwachsenwerden unter extrem verschärften Bedingungen.
Warum gelesen? Wie schon zuvor erwähnt interessiere ich mich sehr für Bücher über Israel und Palästina. Bisher habe ich aber eigentlich nur Bücher über das Schicksal von Palästinensern gelesen und nun war es an der Zeit, sich auch mal den Israelis zu widmen. Und mit diesem Vorsatz hat sich diese Geschichte dann in den Lesemonat Juli geschlichen.
Und, wie war’s? Verwirrend. Das ist das erste Wort, was mir zu diesem Buch einfällt. Versteht mich nicht falsch, es ist ein sehr gutes Buch und die Situation und Gefühle der Protagonisten werden mehr als deutlich, aber ab und zu fiel es mir schwer hinter die Handlung zu kommen, vor allem bei einer Szene am Ende, die für mich noch immer keinen Sinn ergibt. Das sollte euch aber nicht davon abhalten, dieses Buch zu lesen, denn zwischendurch hatte ich auch sehr das Gefühl, dass diese Verwirrung  Absicht war, um so ein klareres Bild der Gefühle der Mädchen zu schaffen. Also auch dieses Buch: absolut empfehlenswert!

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